Holtzbrinck will Suchmaschine Abacho

expansion
10.07.2007

56 Millionen Euro

Die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck will sich den Internet-Suchmaschinenbetreiber Abacho einverleiben. Den Aktionären der früher am Neuen Markt als Endemann Internet AG gelisteten Gesellschaft will die Internet-Beteiligungstochter des Verlags, Holtzbrinck Networks, 4,20 Euro je Aktie bieten.

Bei einem Grundkapital von rund 13,4 Millionen Euro bietet der Zeitungs- und Zeitschriftenverleger ["Handelsblatt", "WirtschaftsWoche", "Die Zeit"] damit 56 Millionen Euro. Die Abacho-Aktie hatte am Montag bei 3,70 Euro geschlossen.

Handwerker-Auktionsportal

Holtzbrinck hat es bei Abacho auch auf My-Hammer abgesehen, ein Auktionsportal für Handwerksaufträge und Dienstleistungen. Daran hält Abacho 68,75 Prozent, Holtzbrinck den Rest.

Abacho wurde 1996 als Werbeagentur in Neuss gegründet. 1999 folgte der Börsengang und die Entwicklung zum Internet-Suchmaschinenbetreiber. Einen Teil der Aktien hat sich Holtzbrinck bereits gesichert. Firmengründer und -Vorstandschef Ingo Endemann nahm das Angebot aus Düsseldorf für seine 29,72 Prozent an. Damit hält Holtzbrinck 32,7 Prozent.

Im abgelaufenen Jahr setzte Abacho 4,4 Millionen Euro um. Wegen der Investitionen in My-Hammer stand aber unter dem Strich ein Verlust von 1,2 Millionen Euro.

Die Internet-Tochter eLAB des deutschen Medienkonzerns Holtzbrinck ist auch dabei, die beiden Internet-Portale NetDoktor.de und Golem.de der Netzeitung-Gruppe von der Deutschen Zeitungsholding zu übernehmen.

(Reuters)