Oracle unterstützt SAP-Untersuchung
"Kagermann hat illegale Downloads zugegeben"
Das US-Software-Unternehmen Oracle hat am Dienstag auf die Stellungnahme seines Konkurrenten SAP zu seiner Klage wegen illegalen Downloads von Support-Materialien durch die SAP-Tochter TomorrowNow reagiert.
"SAP-CEO Henning Kagermann hat nun den wiederholten illegalen Download geistigen Eigentums von Oracle zugegeben", lässt sich Oracle-Anwalt Geoff Howard auf der Website des Unternehmens zitieren.
Untersuchung steht bevor
Oracle habe Klage eingereicht, um den Umfang der Downloads festzustellen und wie SAP die Informationen in seinem Geschäft einsetze. Oracle werde die von SAP angekündigte Untersuchung des Falls durch das US-Justizministerium nach Kräften unterstützen.
Oracle hatte am 22. März Klage gegen SAP eingereicht. Die SAP-Tochterfirma TomorrowNow, die Support für Oracle-Produkte anbietet, habe mehr Informationen und Software von den Oracle-Servern heruntergeladen, als in den Support-Verträgen vereinbart gewesen sei.
SAP und seine Tochter
Der weltgrößte Hersteller von Unternehmenssoftware, SAP, hat unrechtmäßige Datenzugriffe seiner US-Tochter TomorrowNow beim Konkurrenten Oracle zugegeben.
Allerdings seien die Daten nicht an SAP geflossen, sondern in den separaten Systemen der Tochter verblieben, teilte SAP am Dienstag im deutschen Walldorf mit.
