4MBO steigt aus PC-Geschäft aus
Der IT-Vermarkter 4MBO International steigt aus seinem bisherigen Kerngeschäft mit PC- und Notebook-Verkaufsaktionen aus und beschränkt sich künftig auf den Aktionsverkauf von Kameras und Konsumelektronik.
Der Markt für Personal-Computer habe inzwischen eine gewisse Sättigung erreicht, begründete das Unternehmen aus Plochingen am Mittwoch die Entscheidung. Discounter und Elektronik-Fachmärkte hätten die Bestellungen von Aktionsware im Weihnachtsgeschäft um bis zu 70 Prozent zurückgefahren.
Entlassungen als Folge
"Da aber große Aktionsvolumina die Voraussetzung dafür sind, um
mit Discount-Computern Gewinne zu erzielen, ist das PC-Geschäft mit
verringerten Stückzahlen nicht mehr rentabel. Daran wird sich in
Zukunft wenig ändern. [...] Der Ausstieg aus dem IT-Geschäft ist
damit unvermeidlich", teilte 4MBO mit. Das werde auch zu
Entlassungen führen, deren Kosten sich aber erst im neuen Jahr
abschätzen ließen.
4MBOKonkurrenten Medion und Gericom
In diesem Bereich hatte das Unternehmen bisher vor allem mit Medion und Gericom konkurriert. Größter Kunde war die Lebensmittelkette Plus, für die 4MBO Computer-Pakete schnürte. Der Ausstieg werde den Umsatz im nächsten Jahr um etwa die Hälfte schrumpfen lassen, prognostizierte der Vorstand.
Im vergangenen Jahr hatte das Geschäft mit Computern noch etwa 60 Prozent des Umsatzes von 287 Millionen Euro ausgemacht. Für 2003 erwartete 4MBO bereits einen Rückgang auf 220 Millionen Euro. Künftig wolle sich das Unternehmen auf die Vermarktung günstiger Digitalkameras, Haushaltselektronik und Unterhaltungselektronik konzentrieren.
