Großer Umbau in der UTA
Das österreichische Telekom-Unternehmen UTA wird grundlegend umgebaut und intern neuorganisiert.
Die bisherigen Besitzer bleiben dem Unternehmen auch weiterhin erhalten, einen Abverkauf einzelner Geschäftsbereiche, der immer wieder diskutiert worden war, werde es nicht geben, bestätigte Firmensprecher Martin Halama am späten Nachmittag.
Nach Informationen, die der fuzo vorliegen, gab es bis zuletzt zumindest zwei Interessenten - nämlich Tiscali und UPC - für das Unternehmen bzw. für Teile davon.
Zerschlagen haben sich die Gespräche letzlich an divergierenden Ansichten über die Bewertung des Unternehmens.
Eine Bewertung in der Höhe eines Jahresumsatzes [240 Millionen Euro] heisst es im Lagebericht eines Unternehmens-Insiders, sei ansichts der im Vergleich zu anderen Unternehmen "verheerenden Kennzahlen" der UTA "eine Illusion", allenfalls die Hälfte sei realistisch. Dies war den Eigentümern als Basis für Verhandlungen schlicht zu wenig.
Die Details des InsiderberichtsAbschaffung der "Profitcenter"
Nach der heutigen [Krisen]-Sitzung des Aufsichtsrats steht fest, dass bis Jahresende jedenfalls mehr als zehn Prozent der UTA-Belegschaft abgebaut werden.
Laut Restrukturierungsplan werde man Ende 2004 bei 500 Mitarbeitern halten, bestätigte Halama, das Unternehmen selbst werde grundlegend neu organisiert.
Um die "nachhaltige Profitabilität" der UTA zu gewährleisten, werden die drei "Profitcenter" [Carrier, Business, Privat] abgeschafft.
Und zwar zu Gunsten einer zentralen Strukturierung in "Marketing", "Vertrieb" und "Customer Care", um die "Time-to-market"-Zeit zu verkürzen.
Neuausrichtung genehmigt
Am Montag Nachmittag wurde die strategische Neuausrichtung vom
UTA-Aufsichtsrat bestätigt, ebenso wie das Budget 2004.
Die bisherige UnternehmensphilosophieNeue Verträge mit Energieversorgern
Technik und Support werden künftig an den zentralen Prozessen ausgerichtet, die als krass überhöht kritisierten Netzverträge mit den Landesenergieversorgern [= UTA-Eigentümern] wurden "neugestaltet".
