15.12.2003

STRATEGIE NEU

Großer Umbau in der UTA

Das österreichische Telekom-Unternehmen UTA wird grundlegend umgebaut und intern neuorganisiert.

Die bisherigen Besitzer bleiben dem Unternehmen auch weiterhin erhalten, einen Abverkauf einzelner Geschäftsbereiche, der immer wieder diskutiert worden war, werde es nicht geben, bestätigte Firmensprecher Martin Halama am späten Nachmittag.

Nach Informationen, die der fuzo vorliegen, gab es bis zuletzt zumindest zwei Interessenten - nämlich Tiscali und UPC - für das Unternehmen bzw. für Teile davon.

Zerschlagen haben sich die Gespräche letzlich an divergierenden Ansichten über die Bewertung des Unternehmens.

Abschaffung der "Profitcenter"

Nach der heutigen [Krisen]-Sitzung des Aufsichtsrats steht fest, dass bis Jahresende jedenfalls mehr als zehn Prozent der UTA-Belegschaft abgebaut werden.

Laut Restrukturierungsplan werde man Ende 2004 bei 500 Mitarbeitern halten, bestätigte Halama, das Unternehmen selbst werde grundlegend neu organisiert.

Um die "nachhaltige Profitabilität" der UTA zu gewährleisten, werden die drei "Profitcenter" [Carrier, Business, Privat] abgeschafft.

Und zwar zu Gunsten einer zentralen Strukturierung in "Marketing", "Vertrieb" und "Customer Care", um die "Time-to-market"-Zeit zu verkürzen.

Neue Verträge mit Energieversorgern

Technik und Support werden künftig an den zentralen Prozessen ausgerichtet, die als krass überhöht kritisierten Netzverträge mit den Landesenergieversorgern [= UTA-Eigentümern] wurden "neugestaltet".