Wieder Datenschwund in Los Alamos
Nach einer Serie von Datenpannen im US-Atomlabor Los Alamos um die Jahrtausendwende und der nachfolgenden Ablöse des ehemaligen Direktors ist nun ein erneuter Fall von Datenschlamperei aufgetreten.
Man suche nach neun Floppy-Disks und einer großen Festplatte bestätigte eine Sprecher des Labors am Mittwoch. Die Datenträger würden zwar vertrauliche Informationen über die Atomprogramme anderer Nationen enthalten, stellten jedoch keine Bedrohung für die nationale Sicherheit dar, hieß es aus Santa Fe.
Die Datenträger aus dem "Nonproliferation and International Security Center" seien mit großer Wahrscheinlichkeit ordnungsgemäß vernichtet worden, nur sei dies eben nicht dokumentiert.
Eine offizielle Stellungnahme aus Los AlamosDas schreibt der Direktor
"Diese Situation ist völlig inakzeptabel" schrieb Direktor George P. Nanos in einem Rundschreiben an alle Angestellten. "Sicherheit ist eine unserer wichtigsten Aufgaben. Offensichtlich müssen wir uns jetzt eingehender mit der Kontrolle sensitiver Information befassen und diese Probleme lösen."
Der erst im Januar 2003 offiziell installierte, aus dem Ruhestand zurückgekehrte Ex-Vizeadmiral Nanos war mit einem völlig neuen Management angetreten, die Sicherheitsprobleme im US-Atomlabor zu eliminieren.
Die Nachrichten darüber gehen nach Ansicht von Kennern der Gebräuchlichkeiten in der US-Administration auf gezielte Indiskretionen verschiedener US-Nachrichtendienste zurück.
Die Einsetzung des neuen Managements.
