Wiederverwertung für Druckerpatronen
Ab 13. August 2005 müssen die Elektronikhersteller gemäß der Elektronikschrott-Richtlinie der EU alte Geräte kostenlos zurücknehmen und verwerten.
Betroffen sind sämtliche Geräte, die zu ihrem Betrieb elektrische Energie benötigen, darunter Kühlschränke, Staubsauger, Haarfön, Radios ebenso wie Wecker, Computer, Faxgeräte Handys, Bohrmaschinen Gameboy oder Medizingeräte.
Nicht explizit genannt sind Druckerpatronen, ausgenommen sie sind in den zu entsorgenden Druckern enthalten.
Als Teil seiner Umweltinitiative hat Hersteller HP sein Rücknahme-Programm für Druckerpatronen nun auch auf Privatkunden ausgeweitet. Neu ist, dass die Druckerpatronen nun auch recycelt werden.
Den am häufigsten verwendeten Patronen [Nr. 56 schwarz und 57 dreifarbig] liegen in der Verpackung vorfrankierte Rücksendekuverts bei, mit denen die Kunden ihre leeren Patronen an HP zurückschicken können. Die Kosten für das Porto sind ein nicht unbeträchtlicher Teil der Aktion, die für Österreich, Deutschland und die Schweiz gilt. Sollte kein Umschlag dabei sein, können diese auch online bestellt werden.
Umschläge bestellenNicht kostendeckend
Für diese ansich nicht kostendeckende Aktion, die sich nicht als Vorgriff auf die E-Schrott-Richtlinie versteht, entwickelte HP zusammen mit dem bayrischen Institut für angewandte Umweltforschung [BlfA] und dem Recyclingspezialisten PDR ein Recyclingkonzept.
Dabei werden die Patronen geschreddert, anschließend Tinte, Stahl, Edelmetalle und Plastik sowie unverwertbare Reststoffe sortiert und teilweise der Wiederverwertung zugeführt bzw. verbrannt. Bis zu 500 Kilogramm können dabei pro Stunde verarbeitet werden.
Die Patronen-Sortierung erfolgt händisch, Fremdprodukte werden aussortiert und der kalorischen Verwertung zugeführt. Bis 2005 sollen in dem Werk derart bis zu 14 Millionen Druckerpatronen recycelt werden, davon erwartet HP vier Millionen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz..
Ausweitung
Eine Ausweitung des Programms für England und Irland ist in Vorbereitung.
