IT-Branche sieht Jobabbau gestoppt
Die deutsche Informationstechnologie-Branche sieht wegen anziehender Geschäfte 2004 den Abbau weiterer Arbeitsplätze gestoppt.
Der Umsatz werde nach einer Stagnation 2003 im neuen Jahr um zwei Prozent auf rund 134 Milliarden Euro wachsen, teilte der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien [BITKOM] am Mittwoch in Berlin mit.
In den vergangenen Monaten sei die Trendwende gelungen, nachdem die Branche 2002 erstmals ins Minus gerutscht war. Dieses Jahr zeichne sich aber ab, dass die Beschäftigtenzahl nochmals um 30.000 auf 750.000 sinke.
Aufschwung für 2004
Für 2004 sei in allen wichtigen Segmenten mit Schwung zu rechnen,
sagte BITKOM-Präsident Willi Berchtold. Knapp 70 Prozent der Firmen
gingen laut einer Verbandsbefragung von steigenden Umsätzen im
nächsten Jahr aus.
Telekom-Markt wird heiß umkämpftImpulse bei Mobilfunk und Online-Diensten
Auch der seit 2001 andauernde Trend sinkender Auftragseingänge sei aufgehalten worden. Die stärksten Impulse seien bei Mobilfunk- und Online-Diensten zu erwarten.
Bei Computer-Hardware zeige sich unter anderem für kleinere Server und Notebooks wachsende Nachfrage. Das Weihnachtsgeschäft für Telekommunikationsgeräte laufe gut.
Zunehmend größere Sorgen bereiteten Firmen fehlende Spezialisten, sagte Berchtold. Verfügbare Arbeitskräfte seien in vielen Fällen falsch qualifiziert. In Deutschland kaum zu finden seien derzeit etwa IT-Sicherheitsexperten.
Wieder steigende Beschäftigtenzahlen seien allerdings erst 2005 zu erwarten - ein noch deutlicheres Wachstum vorausgesetzt.
