Online-Musikmarkt soll 2004 abheben
Nach Jahren der Diskussion sind sich die Vertreter der Musikindustrie offenbar in einem einig: Der Online-Musikmarkt soll im kommenden Jahr abheben.
Anlässlich der Konferenz Music 2.0 in Los Angeles zeigte sich die Musikindustrie durchwegs optimistisch für das kommende Jahr.
Zwar gehen sie nicht davon aus, dass das illegale Herunterladen von Musik in naher Zukunft zu stoppen ist. Doch die steigende Zahl der Musik-Player und die zunehmende Vernetzung von PC und Stereoanlage nährt die Hoffnung auf verstärkten Bedarf von digitaler Musik und damit eine baldige Erholung des Marktes, so Sean Ryan vom Real-Musikservice Rhapsody.
Ein Vertreter von Geffen Records sagte, dass man nun die Geschäftsmodelle überdenken müsse. Eine Übertragung von den bisherigen Modellen in die neue Welt werde nicht funktionieren.
Music 2.0Ausweitung des Angebots
Um das Interesse an den zunehmenden Online-Angeboten anzukurbeln könnten die Plattenfirmen ihr großes Angebot an älteren Aufnahmen sowie seltenen Konzertmitschnitten oder B-Seiten online stellen, meinte Ryan.
Dies scheiterte bis dato vor allem an der komplexen Klärung der Rechte mit oft zahlreichen Rechteinhabern.
David Ring von Universal meinte, dass genau in diesem Punkt noch eine Menge Arbeit warte. Bis jetzt bieten noch nicht alle Künstler ihre Songs auch online an und oft sei es eine Frage der einzelnen Künstler und nicht der Plattenfirmen darüber zu entscheiden.
