09.12.2003

IN EUROPA

Nintendo sieht sich gut gerüstet

Der japanische Spielekonsolen-Hersteller Nintendo sieht sich für den wachsenden Konkurrenzkampf im Markt mobiler Game-Konsolen in einer guten Startposition.

Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben seinen Game Boy Advance in Europa mehr als zehn Mio. Mal verkauft. Davon entfielen demnach drei Mio. auf das Nachfolgermodell Game Boy Advance SP.

Seit kurzem muss sich der japanische Hersteller nicht nur im schwer umkämpften Konsolenmarkt, sondern auch im Markt für mobiles Gaming neuer Konkurrenz stellen. Handy-Hersteller Nokia hatte im Oktober sein Hybridgerät "N-Gage" auf den Markt gebracht.

Erstmals rote Zahlen

Nintendo verzeichnete in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres [bis 30. September] mit einem Fehlbetrag von 2,89 Mrd. Yen [22,76 Mio. Euro] erstmals in seiner Geschichte rote Zahlen.

Hauptgrund soll vor allem der unerwartet schleppende Verkauf des GameCube gewesen sein. Mit einem radikalen Preisnachlass versucht nun Nintendo seinen Marktanteil in Europa wieder in die Höhe zu treiben und Sony und Microsoft Paroli zu bieten.

Derzeit verkauft Nintendo seinen GameCube mit rund 100 Euro um 30 Euro billiger als den Game Boy Advance.