Nanoschaltkreise bauen sich selbst
IBM ist nach eigenen Angaben "mit Hilfe der Nanotechnologie ein bedeutender Schritt zur Miniaturisierung von Chips" gelungen.
Forscher des Konzerns haben demnach eine Technik entwickelt, mit der sich Moleküle selbstständig zu Schaltkreis-Mustern gruppieren. Das teilte das Unternehmen am Montag mit.
Das Verfahren könnte die aufwendigen lithographischen Prozesse ablösen, mit denen bislang die Schaltkreisstrukturen auf Chips aufgebracht werden. Gleichzeitig sei das Verfahren mit den bislang eingesetzten Werkzeugen zur Chip-Herstellung kompatibel.
Wissenschaftler des Technion-Israel Institute of Technology haben erst unlängst bekannt gegeben, den nach eigenen Angaben ersten funktionierenden Nanotransistor gebaut zu haben, der sich mittels biologischer Abläufe selbst montiert.
Nanotransistor baut sich selbstKompatibel
"Die Selbstanordnung eröffnet neue Möglichkeiten zur Strukturierung in kleineren Dimensionen, als es bisher möglich war", sagte IBM-Forscher T.C. Chen.
Die IBM-Forscher haben den Angaben zufolge mit dem neuen Verfahren erstmals kritische Eigenschaften eines Speicherbausteins aus Kunststoff [Polymer] nachgebildet, der in herkömmlichen Flash-Speichern zum Einsatz kommt.
Da das Verfahren mit herkömmlich genutzten Herstellungswerkzeugen realisiert werden kann, würden keine hohen Kosten für die Produktionsumstellung entstehen, hieß es.
