Drohung, Sitz zu verlegen, zahlt sich aus
Infineon hat laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Focus" Pläne, seinen Sitz oder Kernbereiche des Konzerns ins Ausland zu verlagern, auf absehbare Zeit verworfen.
Der Freistaat Bayern und die betroffenen Gemeinden hätten dem Konzern zahlreiche Zugeständnisse gemacht und damit das Unternehmen insgesamt in Deutschland halten können, berichtete das Nachrichtenmagazin unter Berufung auf Verhandlungskreise.
Infineon will in die Schweiz ziehenAbfahrt Infineon
Demnach soll der Konzern für seine bei München geplante Zentrale eine Autobahnanbindung erhalten und Hilfe bei einem Betriebskindergarten. Zudem sei die Zusage gemacht worden, dass für qualifizierten Mitarbeiternachwuchs entsprechende Studiengänge erhalten blieben.
Infineon-Chef Ulrich Schumacher hatte im Frühjahr Überlegungen angekündigt, den Konzern künftig von einer Holding mit Sitz im Ausland steuern zu lassen, und diese Frage mit politischen Reformen in Deutschland verknüpft. Als neuer Standort war unter anderem die Schweiz im Gespräch.
