02.12.2003

FRANCE T

Orange muss an der Börse bleiben

France Telecom ist beim Rückkauf seiner profitablen Mobilfunktochter Orange über verärgerte Kleinaktionäre gestolpert.

Mit Blick auf einen von Anlegerschützern angestrengten Prozess verwehrte die Pariser Finanzmarktaufsicht dem mehrheitlich staatlichen Telekom-Konzern am Montagabend den Zugriff auf die im Streubesitz verbleibenden 1,22 Prozent des Orange-Kapitals.

France Telecom hatte diese Anteile zum Einheitskurs von 9,50 Euro aufkaufen wollen. Die Aufsichtsbehörde AMF entschied jedoch, zunächst müsse der Ausgang eines Prozesses abgewartet werden, den die Kleinanleger-Vereinigung ADAM gegen den Telefonkonzern eingeleitet hatte.

Aktionäre als Kreditgeber

Bis September waren noch 13,7 Prozent der Orange-Anteile im Streubesitz gewesen. Das Gros der Kleinaktionäre hatte dem Übernahme-Angebot zum Kurs von 9,50 Euro nachgegeben. Dies war exakt der Kurs bei der Teilprivatisierung vor zwei Jahren. "Der Kurs ist so angesetzt, als ob die Aktionäre das Geld umsonst ausgeliehen hätten", kritisierte Neuville.

Für France Telecom bedeutet die Entscheidung der Börsenaufsicht, dass weiterhin Geschäftszahlen für Orange veröffentlicht werden müssen und dass der Titel weiter börsennotiert werden muss. Auch muss Orange eine Hauptversammlung seiner Aktionäre ansetzen.