Swisscom bleibt Schweizer Grundversorger
Erhielt als einziger Bewerber den Zuschlag
Der Telekom-Konzern Swisscom darf die Schweiz auch in den nächsten zehn Jahren flächendeckend mit Telefondiensten und neu auch mit schnellen Internet-Zugängen versorgen.
Der entsprechende Grundversorgungsauftrag wurde bis zum Jahr 2017 verlängert, teilte die Eidgenössische Kommunikationskommission [Comcom] am Freitag mit. Der Zuschlag ist jedoch wenig überraschend, da der Ex-Monopolist der einzige Bewerber war.
Der zur dänischen TDC gehörende Konkurrent Sunrise hatte erklärt, für seine Dienste lieber die Öffnung der letzten Meile abzuwarten, um dann die Swisscom-Leitung zu nutzen.
Die Konzession läuft ab dem 1. Jänner 2008. Die Swisscom-Aktie fiel entsprechend dem schwachen Marktumfeld um 0,65 Prozent auf 423,25 Schweizer Franken.
Swisscom prüft Wimax für letzte Meile
Die Comcom hat auch einen Breitband-Internet-Zugang mit 600 Kilobit/Sekunde Download- und 100 Kilobit/Sekunde Upload-Geschwindigkeit ins Pflichtenheft genommen, der zu "erschwinglichen" Kosten für jeden Schweizer Haushalt zu haben sein soll.
"Wir bieten bei 98 Prozent der Haushalte bereits heute höhere Geschwindigkeiten", sagte dazu ein Swisscom-Sprecher. Für die restlichen zwei Prozent werden derzeit alternative Übertragungstechnologien wie der Funkstandard Wimax geprüft.
(Reuters)
