Sony holt Videospiel-Tochter zurück
Die Sony Corporation will ihre Spiele-Tochter Sony Computer Entertainment [SCE] wieder zurück holen.
Nächstes Jahr soll der letzte Anteilseigner - Ken Kutaragi, Vater der Playstation - ausgezahlt werden. Er hält 0,26 Prozent, während Sony die restlichen 99,74 Prozent inne hält.
Durch die Auszahlung kann das Unternehmen in die Konzernmutter rückgeholt werden und in die Sony-Bilanz integriert werden.
In den vergangenen Jahren hatte SCE einen Großteil des Gesamtgewinns erzielt.
Doch zuletzt legte die SCE-Tochter eher enttäuschende Ergebnisse vor. Der Umsatz brach im letzten Quartal um 25, der Gewinn um 91 Prozent ein.
25-prozentiger Gewinnrückgang bei SonyEinverleibung am 1. April 2004
Der strategische Schachzug soll am 1. April 2004 stattfinden.
Dennoch: die Konkurrenz wird immer stärker. Sony hat zwar seit der Markteinführung der Playstation 2 im März 2000 rund 62 Millionen Geräte verkauft, Nintendo und Microsoft holen mit derzeit 10,5 bzw. 9,4 Mio. Geräten weiter auf.
Für das Gesamtjahr senkte der Sony-Konzern seine Prognose für den operativen Gewinn um 23 Prozent auf 100 Mrd. Yen [778 Mio. Euro]. Beim Nettogewinn erwartet das Unternehmen im Gesamtjahr weiter 50 Mrd. Yen [389 Mio. Euo].
Am Freitag kündigte Sony weiters an, die Playstation in China einführen zu wollen.
Ein limitiertes Rollout beschränkt sich vorerst auf die fünf große chinesische Städte. Das Gerät soll umgerechnet rund 270 Euro kosten und ist ab 20. Dezember erhältlich. Geplante Verkaufszahlen wurden keine genannt.
Spiele in chinesischer Sprache
Sony will künftig zwei bis drei Spiele in chinesischer Sprache
auf den Markt bringen. Gleichzeitig bleibt aber die Angst vor
Raubkopien, so das Unternehmen.
Sony will chinesischer Piraterie trotzen
