Infineon will Qimonda-Anteile halten
Vorerst keine weiteren Aktienverkäufe
Der Halbleiterkonzern Infineon will sich vorerst nicht von weiteren Anteilen an seiner Speicherchip-Tochter Qimonda trennen. Auf die Frage, ob die Zeit für weitere Aktienverkäufe reif sei, sagte Konzernchef Wolfgang Ziebart am Rande einer Veranstaltung in Frankreich: "Nein." Infineon hatte Qimonda am 9. August 2006 an die New Yorker Börse gebracht und hält noch rund 86 Prozent an der Tochter.
"Keine günstige Zeit für Verkauf"
"Im Moment sind wir noch in der Phase des ersten Jahres nach dem Börsengang, in der wir nur mit kompletter Berichterstattung an die US-Börsenaufsicht SEC verkaufen könnten. Das heißt, es ist keine günstige Zeit für einen Verkauf", fügte er hinzu.
Ziebart hatte einen Verkauf bisher immer vor allem von einem angemessenen Kurs der Qimonda-Aktie und einem positivem Markt für Speicherchips abhängig gemacht. Mittelfristig will sich Ziebart allerdings von der Qimonda-Mehrheit trennen.
Infineon ist in Österreich mit einem Chipwerk in Villach und mehreren Forschungsstandorten vertreten.
(APA | Reuters)
