28.11.2003

ÖSTERREICH

Mobilfunker als Multimedia-Anbieter

Die Österreich-Tochter des schwedischen Telekom-Ausrüsters Ericsson sieht die durch GPRS und UMTS ermöglichten Anwendungen zwar erst "am Beginn der Entwicklung", prophezeit aber künftig eine "neue Dimension mobiler Funktionalität", von der das Unternehmen profitieren will.

"Wir haben eine kräftige Delle hingenommen, sind nun aber wieder in der Spur", erklärte Peter Zehetner, Geschäftsführer von Ericsson Austria, am Donnerstag in Wien.

Getrieben durch die Wachstumsmärkte Mobilfunk und Breitband-Internet, die durch 3-G verknüpft würden, seien bereits 80 Prozent des Ericsson-Umsatzes in Österreich UMTS-basiert.

Mobilfunker als Multimedia-Anbieter

Der wertmäßige Marktanteil für GSM, WCDMA und UMTS liege in Österreich - wie auch international - bei etwa 40 Prozent. "Wir erwarten bei der Nutzung der Handydienste eine deutliche Steigerung. Hier werden wir stärker profitieren, weil die Netzabdeckung bereits sehr gut ist", sieht Zehetner eine leichte Verschiebung.

Verantwortlich dafür sei die Entwicklung bei den Endgeräten: "Mehr als 50 Prozent der verkauften Handys sind GPRS-fähig, und MMS-Geräte haben in weniger als einem Jahr von zehn auf 33 Prozent zugelegt", so Zehetner.

Im Schnitt würden vier bis acht Prozent des Einkommens für Kommunikation ausgegeben, wobei mit sinkender Kaufkraft der Prozentsatz sogar steige. Kommunikation sei eben ein Grundbedürfnis, hier werde zuletzt gespart.

"Beim UMTS-Geschäftsmodell geht es nicht mehr nur darum, Sprachminuten mit ein bisschen SMS zu verkaufen. Die Mobilfunker müssen zu Multimedia-Anbietern werden, um mit Datendiensten zu punkten", ergänzte Gerhard Fritze, Produkt-Marketing-Manager bei Ericsson.