"[Mis]used Media" an der Angewandten
Klasse für Digitale Kunst zeigt Arbeiten
"Strategien der digitalen Kunst setzen dort an, wo ökonomische und politische Verwertungsinteressen digitale Artefakte zwar ermöglichen, deren gesellschaftliche Wirkungsprozesse über spezifische Standardisierungsprozesse aber gleichzeitig auch einschränken", meint Ruth Schnell, die künstlerische Leiterin der Klasse für Digitale Kunst an der Wiener Unversität für angewandte Kunst.
Wie die Studenten und Lehrenden der vom Medienkünstler und Kurator Peter Weibel gegründeten Klasse vorhandene Medientechnologien bewusst anders als vorgesehen verwenden und dabei auch neue Möglichkeiten im Umgang mit Hard- und Software aufzeigen, demonstriert die Ausstellung "[Mis]used Media", die am Mittwochabend in der neuen Dependance der Klasse in der Sterngasse eröffnet wird.
Vom mobilen Fernsehen ...
So erkundet etwa die Projektgrupp "Pick'd - tv for handy" die Besonderheiten des mobilen Fernsehens DVB-H und desse Nutzung am Beispiel kurzer Sendeformate.
... zu Avataren
Unter dem Titel "3rd Death - der symbolische Tausch und der Avatar" spüren die Medienkünstler Margarte Jahrmann und Max Moswitzer gemeinsam mit Studierenden der Klasse mit einem Echtzeit-Spielfilm mit Online-Darstellern dem Wesen des Avatars nach.
Auf die insgesamt mehr als 50 Arbeiten der Studierenden der Klasse für Digitale Kunst darf man gespannt sein. Denn wie schon Weibel im Jänner im Interview mit ORF.at sagte: "Die Künstler sind avancierter als die Industrie. Die Medienkünstler sehen eine Tür an der weißen Wand, die die Industrie nicht sieht."
"[Mis]used Media" wird am Mittwoch um 20.00 Uhr in der Sterngasse 13 [1010 Wien] eröffnet und ist von 21. Juni bis 2. Juli täglich von 13.00 bis 19.00 Uhr zugänglich.
~ Link: Weibel: "Es geht um Problemerkennung" (../../http://www.fuzo-archiv.at/?id=165874v2) ~
