US-IT-Systeme unzureichend geschützt
Ein simulierter Angriff auf IT-, Banken- und Versorgungssysteme in den USA hat Probleme bei der Abwehr derartiger Angriffe offen gelegt.
Die vom Department of Homeland Security [DHS] durchgeführte Übung unter dem Codenamen "Livewire" zeigte vor allem Defizite in der Kommunikation zwischen den Zielen der Attacken auf.
Im Rahmen der Simulation wurden unter anderem physische und Computer-Attacken auf Banken, Energieversorgungsunternehmen und die Öl- und Gasindustrie nachgestellt. Dabei wurden Bombenangriffe auf Kommunikationszentralen simuliert sowie IT-Attacken auf Konzerne und andere Netzwerke.
Durch die Pseudo-Angriffe wurde versucht, die verschiedenen Services zu unterbrechen und die Kommunikation zwischen den Industrien zu stören.
Die Auswertung der Übungsergebnisse läuft noch, beschäftigt damit sind Experten auf Regierungsebene sowie vom Institute for Security Technology Studies am Dartmouth College.
Institute for Security Technology StudiesRegierung erhält "B+"
Vorweg ortete Amit Yoran, neu ernannter Chef der Abteilung für Cyber-Security im DHS, Kommunikationsmängel zwischen den einzelnen Sektoren. Die Performance der Regierung im IT-Angriffsfall sei aber mit einem "B+" zu bewerten und damit besser als erwartet.
Bei den Kommunikationsproblemen ging es teilweise um Fragen wie jene, bei welchen Unternehmen und Industriebetrieben in der Nacht Informationen über die Angriffe eingeholt werden können.
"Die Übung hat auch gezeigt, dass es landesweit Besorgnis erregende Wechselwirkungen zwischen den wichtigsten Systemen gibt", sagte Yoran. Ein breitflächiger Stromausfall etwa könnte grundlegende Telefon- und Computer-Infrastruktur lahm legen und Reparaturbemühungen zunichte machen.
