"Nachi"-Wurm gegen Bankomaten
Der Bankomat-Hersteller Diebold hat angegeben, dass einige seiner Geldausgabeautomaten in der Vergangenheit von Wurmangriffen betroffen waren.
Konkret sollen die Würmer "Nachi" und "MSBlaster" bestimmte Geräte angegriffen haben. Betroffen waren Diebold zufolge diejenigen Maschinen, die eine Version von Windows XP Embedded installiert hatten.
Scannen des Netzwerkes
Beide Würmer nutzen eine Schwachstelle im RPC-DCOM-System. Die
betroffenen Bankomaten begannen nach dem Befall, aggressiv nach
anderen verwundbaren Maschinen zu suchen. In jedem Fall wurden aber
die Intrusion-Detection-Systeme der jeweiligen Banken aufmerksam,
welche die Geräte vom Netz nahmen.
Neuer Wurm kämpft gegen "MSBlaster"Zum Zeitpunkt des Wurmbefalls war bereits seit einem Monat ein Patch verfügbar. Diebold verteidigt sich mit dem Argument, zuerst jeden Patch ausgiebig zu testen, bevor er eingespielt werde.
Zwar verfügen die Geldausgabeautomaten immer über ein eigenes Netz oder sind via VPN miteinander verbunden, allerdings passiert es öfters, dass diese isolierten Netzwerke undokumentierte Verbindungen zum Internet aufweisen oder dass ein bankinterner Laptop hinter die Firewall schlüpft.
Erst im Jänner dieses Jahres wurden 13.000 Bankomaten der Bank of America abgeschaltet, als der Wurm "Slammer" das Netzwerk vollständig blockierte.
