27.02.2000

EMBEDDED

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Linux für Handhelds und Webpads

Das Betriebssystem Linux ist drauf und dran, seinen Erfolg im Server-Bereich bei den so genannten "Internet Appliances" und den Handhelds zu wiederholen.

Auf Computermessen, zuletzt der CeBIT, dominieren immer mehr Geräte die - im Gegensatz zum PC - für ganz spezielle Zwecke optimiert sind. Die Bandbreite reicht von Webpads über Internet-Telefone, Set-Top-Boxen bis zu PDAs.

Gemeinsam ist diesen neuen Geräten bei aller Verschiedenheit, dass sie schlanke, ressourcenschonende Betriebssysteme benötigen. Flexibilität und geringe Kosten machen Linux hier für viele Hersteller zur ersten Wahl.

Schon im Jahr 2002 sollen laut einer Studie des Marktforschungsinstitutes IDC mehr Internet Appliances verkauft werden als PCs. Ein Potenzial, das auch die Linux-Distributoren erkannt haben.

Caldera hat mit Lineo eine eigene Tochter gegründet, die sich damit beschäftigt, Linux so weit abzuspecken, dass es in die neuen Gerätetypen passt. Lineos "Embedix" wird unter anderem in den PDAs und Set-Top-Boxen des koreanischen Elektronik-Herstellers Samsung zum Einsatz kommen.

Ericsson konnte auf der CeBIT sein schnurloses Screen Phone HS210 vorstellen, das unter Linux läuft, über einen farbigen Touchscreen verfügt und nach den Plänen des Herstellers der zentrale Baustein des künftigen, total vernetzten Haushaltes sein soll.

PDAs [Personal Digital Assistants] bilden im Augenblick den wohl lukrativsten Markt, der von den drei Betriebssystemen Palm OS, EPOC und Windows CE dominiert wird. Linux ist mittlerweile aber auf alle gängigen Geräte dieser Klasse portiert.

Einige Hersteller, die neu auf den Markt drängen, setzen von vornherein auf Linux. Der Spezialist für Sprachtechnologie Lernout & Hauspie etwa zeigt auf der CeBIT den Prototypen eines sprachgesteuerten PDAs, der auch als Diktiergerät eingesetzt werden kann.

Everybook, ein Hersteller von Lesegeräten für elektronische Texte, wird für seinen EB Dedicated Reader ebenfalls Lineos Embedix verwenden.