Berlin bekommt sprechende Mistkübel
Mit einem gesprochenen "Dankeschön" werden öffentliche Mistkübel in Berlin bald ihren Nutzern den Mülleinwurf vergelten.
Im Frühjahr 2004 will die Berliner Stadtreinigung [BSR] einen Versuch starten, bei dem an besonders frequentierten Stellen der Stadt Papierkörbe aufgestellt werden, die sprechen können, kündigte BSR-Sprecher Bernd Müller an.
Die Abfalleimer sollen über Solarzellen mit Energie versorgt werden. Die Technik zur Sprachwiedergabe ist vandalensicher im Inneren des Eimers untergebracht.
Erste Tests erfolgreich
Die Aufstellung eines Prototyps habe bereits helle Begeisterung
bei den Probanden hervorgerufen, sagte Müller. Details über die
genaue Stückzahl des Modellversuchs und die Kosten wurden noch nicht
verraten. In Berlin hängen derzeit insgesamt 20.300 Müllbehälter.
Berliner StadtreinigungBei Tag sprechen, bei Nacht leuchten
Die Papierkörbe könnten sich dabei nicht nur auf deutsch, sondern möglicherweise je nach Standort in drei, vier Sprachen bedanken.
Denkbar sei auch, die Bürger zum Beispiel mit einem schmatzenden Geräusch nach dem Einwurf zu erheitern. Die Innovation werde die Benutzer aber nicht mit längeren "Lebensgeschichten" überfordern, versprach Müller.
Bei Einbruch der Dunkelheit soll der Mistkübel automatisch in den Schweige-Modus schalten, um die Leute nicht zu erschrecken, und mit einem fluoreszierenden Band den Weg zur Öffnung weisen.
