20.11.2003

DEUTSCHLAND

Sat-Mautsystem "stabil und sicher"

Wer Störsender gegen das geplante Lkw-Mautsystem in Deutschland einsetzt, wird nach Angaben des dortigen Bundesverkehrsministeriums strafrechtlich verfolgt:

"Wir haben eine hohe Kontrolldichte", warnte Ministeriumssprecher Felix Stenschke am Mittwoch vor dem Risiko, bei Tricks zur Vermeidung der Lkw-Gebühren erwischt zu werden. "Dies ist kriminell und wird geahndet wie jede andere illegale Handlung", sagte er.

Fachleute hatten am Vortag im ZDF berichtet, das satellitengestützte Mautsystem GPS könne sehr leicht durch - von Bastlern gebaute - Störsender außer Kraft gesetzt werden.

Stabil und sicher

Stenschke betonte dagegen, das System sei weder labil noch unsicher. Es sei ausreichend auf der Autobahnstrecke zwischen Bonn und Köln getestet worden.

Wer die Satellitentechnik und die Aufzeichnungen in den Lkw-Erfassungsgeräten stören wolle, müsse hohen Aufwand betreiben. Die technische Sicherheit sei im übrigen Bestandteil des Ausschreibungsverfahrens gewesen:

"Wo aber kriminelle Energie eingesetzt wird, ist mit harter Verfolgung zu rechnen", so der Ministeriumssprecher. Auch im fließenden Verkehr werde es genügend Kontrollfahrzeuge des Bundesamtes für Güterverkehr geben.