Bush in London virtuell verfolgen
Mit den strengsten Sicherheitsvorkehrungen der Geschichte empfängt die britische Hauptstadt am Dienstag den US-Präsidenten George W. Bush.
14.000 Polizisten werden im Einsatz sein, die genauen Fahrtrouten werden streng unter Verschluss gehalten, ganze Straßenviertel sollen abgeriegelt werden.
Bush soll dabei nicht nur vor möglichen Terroranschlägen geschützt, sondern vielmehr auch von den etwa 100.000 erwarteten Demonstranten abgeschirmt werden.
Nicht nur auf den Straßen Londons, auch im Internet bildet sich der Widerstand gegen den Staatsbesuch.
Chasing Bush
Auf der Website Internetwebnet.org wird etwa dazu aufgerufen,
Bush in London mit vereinten Kräften virtuell auf den Fersen zu
bleiben.
Internetwebnet.orgSMS- und E-Mail-Aktion
Jeder, der den US-Präsidenten in den kommenden drei Tagen sieht, soll seine Position demnach über E-Mail oder SMS an die Website-Betreiber melden. Auch Bilder des Widerstandes von Kamerahandys können eingesandt werden.
Damit soll gewährleistet werden, dass "Bush der erzürnten Öffentlichkeit nicht entkommt" - und die Welt das PR-Spektakel nicht nur mit symbolträchtigen Bildern von Blair und Bush in den Medien, sondern auch aus der Sicht der Kriegsgegner präsentiert bekommt.
Der US-Präsident reagiert unterdessen gelassen auf die angekündigten Proteste: "Freiheit ist etwas Wunderschönes, und die Tatsache, dass die Leute ihre Meinung zum Ausdruck bringen wollen, bedeutet, dass ich ein großartiges Land besuchen werde", so Bush gegenüber der Associated Press.
Virtueller Marsch auf US-Botschaft
Des Weiteren wird ein virtueller Marsch auf die US-Botschaft in
London gestartet. Mit Hunderttausenden Anrufen, Faxen, E-Mails und
Postkarten will man den Betrieb am 20. November lahm legen.
Virtual MarchDowning Street vom Netz nehmen
Auch die Website von Tony Blairs Residenz soll mit Protesten
überflutet werden. Zu diesem Zweck wird ein Tool zum Download
angeboten, das die Site ununterbrochen aufrufen soll.
Das Protest-Tool
