"Autorennspiele vermitteln falsche Botschaft"
Australische Verkehrssicherheitsbehörden machen sich derzeit für ein Verbot eines Autorennspiels für die Xbox, das die Spieler dazu auffordert, durch die Straßen Sydneys zu rasen, stark.
"Brausen sie an berühmten Wahrzeichen wie der Oper und der Harbour Bridge vorbei", lockt der Werbetext von "Project Gotham Racing 2". Unter den Strecken sind auch die Städte Chicago, Florenz, Moskau, Edinburgh, Yokohama, Stockholm, Hongkong, Washington D.C. und Barcelona.
"Diese Spiel sendet die falsche Botschaft an junge Leute. Es glorifiziert Geschwindigkeit und Kraft", so der Abgeordnete Paul Gibson, Vorsitzender der "Staysafe"-Komitees zum "Sydney Morning Herald". "Ginge es nach meinen Vorstellungen, würde ich es verbieten."
"Project Gotham Racing 2" unterstützt den Online-Spieledienst Xbox Live. Zu den fahrbaren Boliden im Game gehören unter anderem der Enzo Ferrari, Porsche GT2, BMW Z4, Pontiac GTO und Mini Cooper S.
"Project Gotham Racing 2"Xbox-Marketing-Manager Nick Segger entgegnete: "Es gibt so viele Autorennspiele, es wäre nicht fair, uns jetzt allein herauszugreifen." Vom ersten Teil des Spiels wurden allein 50.000 Stück in Australien abgesetzt und es habe bisher keine einzige Klage gegeben.
"Es ist einfach ein Rennspiel, die Straßen dienen nur als Kulisse und sind für den regulären Verkehr und Fußgänger gesperrt", so Segger weiter.
Die Spieleentwickler schossen 15.000 Fotos von den Original-Schauplätzen in Sydney, um das Szenario möglichst realistisch nachzustellen.
