Afrikanisches Handynetz ohne Roaming

billiger
12.06.2007

In Afrika entsteht das weltweit erste große Handynetz über 15 Länder, in dem die Nutzer für "Auslandsgespräche" nicht mehr bezahlen müssen.

Seit Montag können Nutzer in sechs Staaten vom Atlantik bis zum Indischen Ozean das Mobiltelefon ohne Roaming-Gebühren benutzen, teilte der Anbieter Celtel, eine Tochter des kuwaitischen Handykonzerns MTC, mit.

Ausweitung auf 15 Länder

Das grenzüberschreitende Netz soll in den nächsten Monaten auf 15 Länder ausgeweitet werden. Bisher umfasst es Gabun, Kenia, die Republik Kongo, die Demokratische Republik Kongo, Uganda und Tansania.

Die Nutzer müssen dort keine Roaming-Gebühren zahlen, wie es etwa in Europa der Fall ist.

Der US-Software-Konzern Microsoft will Millionen Afrikaner mit gebrauchten Computern ausstatten, auf denen die Programme der Firma laufen sollen.

Landesübliche Tarife

Das grenzüberschreitende Netz war vergangenes Jahr in Kenia, Tansania und Uganda gestartet. Bald sollen auch Burkina Faso, Madagaskar, Malawi, Niger, Nigeria, Sierra Leone, der Sudan, Tschad und Sambia eingebunden werden.

Die Nutzer können in den Ländern ihre SIM-Karte und ihre Nummer behalten, die Gespräche werden dann nach den im jeweiligen Land geltenden Tarifen abgerechnet. In Europa wählt sich ein Handy im Ausland gewöhnlich in ein ausländisches Netz ein, der Betreiber lässt sich die Nutzung teuer bezahlen.

Die EU deckelt deshalb ab diesem Sommer die Gebühren für Auslandsgespräche.

(AFP)