JoWooD erwartet gute Quartalszahlen
Der steirische Computerspiele-Hersteller JoWooD erwartet für das Gesamtjahr 2003 ein Ergebnis "deutlich über den Erwartungen" und einen Schuldenstand von fünf bis sieben Mio. Euro.
Mittlerweile konnten die Steirer nach Eigenangaben das vierte Quartal in Folge mit einem positivem Ergebnis abschließen. Das Konzernergebnis nach Minderheiten erreichte in den ersten drei Quartalen des heurigen Jahres 266.000 Euro, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern [EBIT] vor Restrukturierung erreichte per Ende des dritten Quartals demnach 4,89 Mio. Euro.
"Deutlich über der Planung" lag der Umsatz, der zu Ende des dritten Quartals 17,28 Mio. Euro erreicht haben soll. Mögliche Gewinne sollen mittelfristig "maßgeblich oder gänzlich" reinvestiert werden, so JoWooD-Vorstand Michael Pistauer.
Mit der heute startenden zweiten Kapitalerhöhung im heurigen Jahr will das Unternehmen laut Pistauer die Eigenkapitalquote von derzeit "knapp über 50 Prozent" oder 20 Mio. Euro auf 65 Prozent erhöhen. 2002 stand der Spielehersteller mit einem Betriebsverlust von 42,8 Mio. Euro bei 43,5 Mio. Euro Umsatz knapp vor dem Aus.
JoWooD-Kapitalerhöhung am MontagKonzentration auf Konsolenmarkt
Künftig will sich JoWooD verstärkt auf den Spielekonsolenmarkt konzentrieren.
Von heute bis voraussichtlich 5. Oktober werden 8,55 Mio. Euro junge Aktien mit einem Nominalwert von 1 Euro pro Stück angeboten.
Der Emissionspreis wurde mit 2 Euro je Aktie festgelegt. Sollte es kein Interesse an den neuen JoWooD-Aktien geben, würde das die Existenz des Unternehmens zwar nicht gefährden, aber die Produktentwicklung schwächen, so Pistauer.
