Die Themen der Informationsgesellschaft
Bei der "World Summit on Information Society" der Vereinten Nationen sind nicht nur Regierungsdelegationen eingeladen, auch Wirtschaftsvertreter und zivilgesellschaftliche Organisationen sind seit Beginn in den Vorbereitungsprozess eingebunden.
Georg Greve von der Free Software Foundation Europe hat als Vertreter der Zivilgesellschaft und auch als Mitglied der deutschen Regierungsdelegation bei einigen WSIS-Vorbereitungskonferenzen teilgenommen.
Die NGO-Vertreter hätten in vielen Bereichen mehr Fachwissen als so mancher Regierungs-Delegierter, so Greve. "Sie dürfen zwar mitreden, werden aber in wesentlichen Fragen oft nicht gehört."
Einigkeit über Ziele
Über die Ziele herrscht Einigkeit: Bis 2010 soll jede einzelne
Stadt der Welt am Netz sein. Wenigstens für 90 Prozent der
Weltbevölkerung sollen drahtlose Verbindungen eingerichtet sein.
Universitäten und Krankenhäuser sollen bis 2005, Bibliotheken bis
2006 und jede Grundschule bis 2015 Internet-fähig sein. Eine
Internet-Erstausstattung soll bis 2010 nicht mehr als 100 USD und
bis 2015 nicht mehr als 50 USD kosten.
WSIS-Vorbereitungskonferenz ohne EinigungFinanzierung ungelöst
Wer diese hehren Ziele dort finanzieren helfen soll, wo selbst grundlegende Voraussetzungen wie etwa Stromversorgung noch nicht gelöst sind, blieb allerdings unklar. Wie einiges andere auch.
Streitpunkte sind nach wie vor Details in den Formulierungen über den Begriff Informationsfreiheit und auch für die Art der globalen Internetverwaltung liegen gleich drei verschiedene Textvorschläge vor. Diskutiert wird auch, ob und wie stark Charta und Aktionsplan freie Software stärken sollen.
WSIS, "World Summit on Information Society" der Vereinten Nationen soll vom 10. bis zum 12. Dezember über die Bühne gehen, etwa 50 Staats- und Regierungschefs werden in Genf zusammenkommen, um globale Prinzipien für eine "Informationsgesellschaft für alle" festzuschreiben.
Gipfel zur InformationsgesellschaftIm Ö1-Magazin matrix
Als Science Fiction Autor kennt man Herbert W. Franke seit den
60er Jahren, und bereits im Frühjahr 2004 erscheint sein neues Buch
"Sphinx 2". Nicht weniger umfassend ist auch sein künstlerisches
Werk. Bis zum 30. 11. sind Computergrafiken von Herbert W. Franke in
Wien zu sehen, und zwar im Rahmen der Ausstellung "Webism-Art
connceting the world". In matrix hören Sie ein Gespräch mit dem
SF-Autor und Mitbegründer der Ars Electronica.
matrix - computer & neue medien
