Nintendo bestätigt rote Zahlen
Eine schwache Nachfrage nach seiner Spielekonsole GameCube und hohe Abschreibungen als Folge des stärkeren Yen haben dem japanischen Videospielehersteller Nintendo im ersten Geschäftshalbjahr einen Verlust beschert.
Das Unternehmen wies einen Nettoverlust von 2,89 Milliarden Yen [rund 22,84 Mio. Euro] aus nach einem Gewinn von 18,97 Milliarden Yen im Vorjahreszeitraum. Das ist der erste Halbjahresfehlbetrag von Nintendo seit dem Börsengang 1962.
Der Konzernumsatz legte im ersten Geschäftshalbjahr [zum 30. September] um 1,6 Prozent auf 211,38 Milliarden Yen zu.
Belastet wurde das Ergebnis großteils durch rückläufige GameCube-Verkäufe.
Nach einer Preissenkung vor wenigen Wochen reklamiert Nintendo bis zu fünf Mal mehr Marktanteile sowohl in den USA als auch in Europa. In Deutschland soll der Anteil der verkauften Konsolen in den letzten Wochen bei 35 Prozent gelegen sein.
Preisschlacht um MarktanteileWertverlust der US-Vermögenswerte
Ein weiterer Grund für den Fehlbetrag waren Wertverluste im Volumen von 40 Milliarden Yen [rund 367,75 Mio. USD] bei den Vermögenswerten in USD auf Grund der Kursverluste der US-Währung zum Yen.
Am Gesamtjahresausblick hält Nintendo fest. Demnach werden ein Gewinn von 60 [Vorjahr 67,27] Milliarden Yen und ein Umsatz von 550 [504] Milliarden Yen erwartet.
