Google will mehr ausländische Beschäftigte

USA
07.06.2007

Das Internet-Unternehmen Google drängt vor dem US-Kongress auf mehr Visa für qualifizierte ausländische Arbeitskräfte.

Laszlo Bock, der bei Google für den Bereich Human Resources zuständig ist, appellierte am Mittwoch vor einem Unterausschuss des US-Kongresses an die Abgeordneten, die Zahl der H-1B-Visa zu erhöhen.

H-1B-Visa ermöglichen es hoch qualifizierten Personen, die keine US-Staatsbürgerschaft besitzen, zeitlich begrenzt in den USA zu arbeiten.

65.000 H-1B-Visa pro Jahr

Derzeit werden in den USA jährlich 65.000 H-1B-Visa vergeben. Im Vergleich dazu waren es im Jahr 2000 mehr als 190.000.

Zahlreiche Abteilungen bei Google würden etwa von Mitarbeitern aus Kanada, dem Iran und der Schweiz geleitet, sagte Bock. Die Entwicklung des Unternehmens zum Suchmaschinen-Weltmarktführer wäre ohne sie nicht möglich gewesen.

Auch Google-Gründer Sergey Brin sei 1979 gemeinsam mit seinen Eltern aus der Sowjetunion in die USA eingewandert, argumentierte der Google-Manager.

70 Bewerber kamen nicht zum Zug

Allein im vergangenen Jahr musste der Konzern 70 hoch qualifizierte Bewerber aus dem Ausland abweisen, weil sie keine Arbeitsbewilligung bekommen hatten, kritisierte Block.

Auch Bill Gates für mehr Visa

Microsoft-Gründer Bill Gates hatte sich bereits im Jahr 2005 vor dem US-Kongress für die unbegrenzte Erteilung von Arbeitsbewilligungen an hoch qualifizierte Personen in den USA ausgesprochen, um die globale Wettbewerbsfähigkeit der USA im Technologiebereich nicht zu gefährden.