"Elektronische Gesundheitsakte" kommt
Die Schaffung der "Elektronischen Gesundheitsakte" hat Staatssekretär Reinhart Waneck [FPÖ] am Montag bei der Gesundheitskonferenz als Ziel des Einsatzes der neuen Informations- und Kommunikationstechnologie im Gesundheitswesen angekündigt.
Wenn der Patient es wünscht, sollen damit alle Behandler einen abgestuften Zugriff auf alle medizinischen Daten erhalten. Ziel sei, die gesamte Kommunikation zwischen Patient, niedergelassenem Arzt, Facharzt und Spital auf elektronischem Wege abzuwickeln.
Obwohl der Auftrag für die E-Card noch nicht neu vergeben ist, ist sich der Hauptverband der Sozialversicherungsträger unterdessen sicher, dass der Zeitplan zur Einführung der E-Card diesmal hält.
PCs für Kassenärzte bald verpflichtendPilotprojekt
Waneck berichtete von einem Pilotprojekt im 22. Wiener Gemeindebezirk. Hier sind bereits alle Ärzte des Bezirks und das Donauspital miteinander vernetzt. So werden etwa der Hausarzt oder der Facharzt vom Spital über eine Entlassung des Patienten elektronisch informiert. In umgekehrter Richtung funktioniere diese Kommunikation vorerst aber noch nicht.
Um den Einsatz dieser Kommunikationstechnologien auf eine gesetzliche Basis zu stellen, wird derzeit an einem Gesundheitstelematik-Gesetz gearbeitet. Dieses soll auch der Sensibilität der Daten Rechnung tragen.
