Auch Siemens und SAP wollen ASPs werden
Anlässlich der CeBIT haben SAP und Siemens angekündigt, zukünftig verstärkt als ASPs [Application Service Provider] zu agieren.
Die Unternehmen folgen damit einem weltweiten Trend, der die Abkehr von klassischen Produkten und Vertriebswegen hin zu individuell auf die Kundenbedürfnisse zugeschnittenen Dienstleistungen über das Internet bedeutet.
Zur Internet World 99 hatten zahlreiche US-Unternehmen fast wortgleiche Statemens vorgelegt, darunter auch Microsoft und Sun.
Siemens modern
Nach dem radikalen Konzernumbau will sich Siemens jetzt in ein "modernes Internet- und Dienstleistungsunternehmen" verwandeln.
Schon in Kürze solle ein Viertel des Umsatzes online erzielt werden, sagte Siemens-Chef Heinrich von Pierer. Der Anteil des Dienstleistungsgeschäfts solle bald bei 50 Prozent liegen.
Der Start in das Geschäftsjahr 1999/2000 sei Siemens besser gelungen, als erwartet. Nach dem guten ersten Quartal werde mit einem zweistelligen Wachstum beim Umsatz gerechnet.
SAP modern
Die SAP, wird künftig seine Programme auch als Komplett-Dienstleitung zur Miete über das Internet anbieten.
SAP-Vorstandssprecher Hennig Kagermann kündigte auf der CeBIT die Gründung eines neuen Tochterunternehmens an, das sich dem Wachstumsmarkt der ASPs widmen werde.
Die neue Firma, deren Name noch nicht feststeht, soll zum 1. April mit 50 Mitarbeitern starten.
SAP übernimmt auf Wunsch auch das so genannte Application Hosting. In diesem Fall kauft der Kunde die Software, die SAP betreibt jedoch die Rechenzentren, auf denen die Anwendungen letztlich laufen.
