Kasparow erzielt Remis gegen "X3D Fritz"
Schachgroßmeister Garri Kasparow hat im Wettkampf "Menschen gegen Maschine" gegen das Schachprogramm X3D Fritz in der ersten von vier angesetzten Partien am Dienstag ein Remis erreicht.
Nach einem konservativen Beginn spielten beide in der Mitte aggressiver, konnten sich aber keine eindeutigen Vorteile verschaffen.
Dabei hatte der 40-Jährige während des Wettkampfs in New York die Steine nicht wie gewohnt vor sich stehen, sondern trug eine 3-D-Brille, über die er die plastisch aus einem Bildschirm hervortretenden Figuren virtuell wahrnimmt, und sagte seine Züge an.
"Das ist gewöhnungsbedürftig", sagte das Schach-Genie aus Moskau nach den ersten Tests.
Zuletzt trat Kasparow Anfang des Jahres gegen den Schachcomputer "Deep Junior" an. Das mit einem Preisgeld von insgesamt 500.000 USD dotierte Duell ging mit einem Remis zu Ende.
Remis im Spiel Mensch gegen MaschineSpieldauer erhöht Chancen für Computer
Das Remis zu Beginn des Jahres gegen Deep Junior machte deutlich, dass die Maschine im Laufe eines Matchs immer stärker wird.
Der Computer zeigt nach Niederlagen keine Emotionen, kann umprogrammiert werden und wird nicht müde, sodass seine Chancen mit zunehmender Partienzahl steigen.
Auf Kasparows Wunsch wurde deshalb die Anzahl der Spiele im jetzt laufenden Wettkampf reduziert.
X3D Fritz läuft auf einem Rechner mit vier Prozessoren und kann etwa drei Millionen Spielzüge pro Sekunde berechnen.
Die nächsten Partien sind für den 13., 16. und 18. November angesetzt. Sie beginnen jeweils um 13.00 Uhr in New York, das entspricht 19.00 Uhr MEZ.
Offizielle WettkampfseiteAlle Partien werden live auf dem Fritz-Server übertragen und können per Flash auf vielen Webseiten wie etwa Spiegel Online verfolgt werden. Wer US-Fernsehen empfängt, kann des Weiteren auf dem Sportsender ESPN insgesamt 17 Stunden lang Berichte vom Wettkampf sehen.
Chessbase.de
