Feuervorhersage noch nicht möglich
Dass in Kalifornien die Wahrscheinlichkeit für eine Feuersbrunst groß war, wurde vom Supercomputer des Southern California Wildfire Hazard Centers noch vorhergesagt.
Doch mit der tatsächlichen Verbreitung des Feuers endete die Prognosekraft der Rechner: Noch dauert es einige Jahre, bis Supercomputer zuverlässig zur Vorhersage herangezogen werden können.
Forscher an mehreren Universitäten und das National Interagency Fire Center in Boise, Idaho, tragen derzeit Daten zusammen, um Stadtverwaltungen, Siedlern und Feuerwehrmännern akkurate Auskunft zu erteilen. Doch wohin genau sich das Feuer ausbreiten wird, ob Siedlungen evakuiert werden sollen oder nicht, können die Wissenschafter noch nicht vorhersagen.
Vielzahl von Daten
Derzeitige Rechenmodelle werden "coupled models" genannt, da sie
Daten zu Atmosphäre, Wetter, Höhe, Boden- und Pflanzenfeuchtigkeit
berücksichtigen. Doch die Genauigkeit leidet unter den feinen
Details: Ist die Anhöhe nord- oder südseitig gelegen? Welche Größe
haben die Nadeln und Blätter? Ist der Wind konstant oder unruhig?
National Center for Atmospheric ResearchSupercomputer noch zu langsam
Darüber hinaus sind die heutigen Rechner noch zu langsam. Obwohl sie Trillionen Berechnungen pro Sekunde ausführen können, werden für eine ein- bis zweistündige - ungenaue - Vorhersage noch mehrere Tage Rechenzeit benötigt.
Kürzlich haben Forscher am National Center for Atmospheric Research allerdings eine 300.000-USD-Zuwendung vom Staat erhalten, um Sensorendaten und Satellitenfotografien für ein Vorhersagemodell zu verwenden.
In Zukunft, so hoffen die Forscher, können Feuerwehrmänner kurze Vorhersagevideos auf ihre Laptops laden und somit die Ausbreitung des Feuers vor Ort besser eindämmen.
