Geringe Chancen für kleine Spielestudios
Im Juli hat die französische Regierung seinen Plan verkündet, künftig vier Millionen Euro in kleine Spielestudios zu investieren.
Damit soll den Unternehmen geholfen werden, gegen die Großkonkurrenz aus den USA zu bestehen. In Frankreich ist es Tradition, Gewerbe mit künstlerischem Touch zu unterstützen - wie unter anderem auch Kinos.
Immerhin ist Frankreich Heimat von drei der zehn größten Spieleverleger. Doch die kleinen Studios können kaum gegen die Topfirmen bestehen.
Kosten sind explodiert
Die Entwicklung von Spielen wird ständig teurer: wurden vor zehn
Jahren für einen besseren Spieletitel noch 200.000 USD budgetiert,
sind heute zwischen drei und sieben Millionen zu veranschlagen. "Es
ist deswegen so teuer, weil man rund 24 Monate an einem Spiel
arbeitet. Mittlerweile sind pro Spiel zwischen 20 und 40 Entwickler
beteiligt - das geht ins Geld", so Stephane Baudet, Chef der Eden
Studios.
Frankreich sponsert SpieleproduzentenSchwerer Stand für kleine Spielestudios
Mit der fortschreitenden Verteuerung landet das Geld allerdings nicht mehr bei vielen kleinen Studios, sondern bei den wenigen großen Namen. "Für kleine, unabhängige Spielefirmen sieht es dann nicht so gut aus", so Baudet weiter. "Derzeit ist es sehr schwer, diesen Trend umzudrehen".
"In der derzeitigen Konjunktur sind die Investoren lieber auf der sicheren Seite. Deswegen wird bekannten US-Studios oft der Vorzug gegeben", assistiert Raphael Colantonio, Chef des französischen Arkane Studios. Er hat immerhin einen Zuschuss vom französischen Staat erhalten, um eins seiner Projekte vom Zeichentisch auf die Konsole zu bringen.
