30.10.2003

BLAUFUNK

Rechnungshof prüft ADONIS-Scheitern

Das von Innenministerium geplante Behördenfunknetz ADONIS beschäftigt nun den Rechnungshof. Die SPÖ hat dazu bereits letzte Woche einen Sonderprüfantrag im Nationalrat gestellt.

Bei einer Pressekonferenz forderten SPÖ-Sicherheitssprecher Rudolf Parnigoni und Rechnungshofsprecher Günther Kräuter am Mittwoch Rechnungshofpräsident Franz Fiedler auf, den Bericht zur Prüfung noch in dessen Amtszeit, also vor dem Juni 2004, vorzulegen.

Parnigoni führte im Wesentlichen fünf Bereiche an, die der Rechnungshof zu prüfen habe.

Master talk angeblich vor Übernahme

Die "Dringlichkeit" der Prüfung begründete Parnigoni mit der vom Innenministerium am Dienstag bekannt gegebenen Neuausschreibung.

Dazu komme, dass die ursprünglich geplante Betreiberfirma master talk durch ein anderes Firmenkonsortium übernommen werden solle. Es sei zu befürchten, dass dadurch das "Chaos prolongiert" werde.

Österreich strebt bereits seit 1997 einen österreichweiten digitalen Funk innerhalb der Exekutive, der Länder, Ministerien und Einsatzorganisationen zur effizienten Kommunikation an.