Deutschlands Telko-Markt wächst weiter
Deutschlands Telekommunikationsmarkt wächst, doch die Zahl der Arbeitsplätze schrumpft.
Das geht aus der am Mittwoch in Bonn veröffentlichten Marktanalyse des Verbandes der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten [VATM] hervor. Danach wird der Gesamtmarkt für Telekommunikationsdienste in Deutschland in diesem Jahr um fast fünf Prozent auf knapp 62 Mrd. Euro zulegen.
Gleichzeitig sinkt aber die Zahl der Beschäftigen. Allein bei den im VATM zusammengeschlossenen Telekom-Konkurrenten werde in diesem Jahr ihre Zahl um 3.500 auf nur noch 48.500 abnehmen, hieß es.
Alternative mit 17,4 % Marktanteil im Ortsnetz
Dabei lief das Jahr bisher nicht schlecht für die Herausforderer
des ehemaligen Telefon-Monopolisten. Immerhin konnten sie den
eigenen Schätzungen zufolge ihren Marktanteil 2003 von 43,1 auf 43,3
Prozent steigern. Erstmals gelang es ihnen auch, das Quasi-Monopol
der Deutschen Telekom im Ortsnetz aufzubrechen - nicht zuletzt dank
der Einführung von Call-by-Call im Ortsnetz.
Deutsche TelekomWenig Umsatz mit mobilen Datendiensten
Zwar hält der frühere Staatsbetrieb hier noch immer einen Marktanteil von mehr als 80 Prozent. Doch konnten die Wettbewerber ihren Anteil innerhalb eines Jahres auf nun 17,4 Prozent mehr als verdoppeln.
Auch bei Ferngesprächen konnten die DT-Konkurrenten ihren Marktanteil steigern. Außerdem profitierten sie vom weiterhin höheren Wachstum bei den Mobilfunkdiensten, die fast zwei Drittel ihres Umsatzes ausmachen.
Enttäuschend sei aber nach wie vor die Entwicklung der mobilen Datendienste im Mobilfunkbereich, hieß es. Der Anteil der echten Datenumsätze sei hier vier Jahre nach der Einführung von WAP und zwei Jahre nach der Einführung von GPRS mit 1,2 Prozent der Umsätze noch immer gering.
Die Deutsche Telekom ist der Studie zufolge nach wie vor der unangefochtene Platzhirsch auf weiten Teilen des Telekommunikationsmarktes. So entfallen auf den Bonner Riesen nach wie vor drei Viertel des Umsatzes mit Festnetzanschlüssen, und sein Marktanteil beim DSL-Zugang liegt sogar deutlich über 90 Prozent.
