Vobitech meldet Insolvenz an
Vobitech Austria, hervorgegangen aus der Fusion von Vobis Österreich und Birg, ist insolvent.
Am Montag wurde ein Konkursantrag beim Landesgericht Wiener Neustadt gestellt.
Schuld soll die holländische Muttergesellschaft Vobitech N.V. sein, welche die Finanzierung ihrer hundertprozentigen Tochter Vobitech Austria nicht mehr aufrechterhalten konnte.
"Wir schreiben auf Grund der IT-Flaute seit dem Jahr 2001 Verluste, waren aber zuversichtlich, aus den roten Zahlen kommen zu können", erklärte Geschäftsführer Michael Dressen gegenüber der futurezone. Nachdem die Muttergesellschaft aber die Verluste nicht mehr abdecken konnte, sei man gezwungen gewesen, den Konkursantrag einzureichen.
Investoren sollen Unternehmen retten
Falls der Antrag durchgeht und eine Einigung mit den Gläubigern
gefunden werden kann, soll das Unternehmen mit Hilfe von Investoren
weitergeführt werden.
VobitechSechs unrentable Filialen werden geschlossen
"Seit uns diese Situation bekannt ist, haben wir versucht, in Verhandlungen mit namhaften Unternehmen die Gesellschafterstruktur so zu verändern, dass Vobitech Austria durch die Schwierigkeiten des Mutterunternehmens nicht belastet wird. Angesichts des sehr engen Zeitrahmens konnten diese Gespräche jedoch nicht zum Abschluss gebracht werden", so Dressen.
Als erste Sanierungsmaßnahmen sind die Schließung unrentabler Filialen, etwa im Donauplex und der SCN, sowie eine Restrukturierung in den Zentralbereichen vorgesehen. Danach will das Unternehmen mit den Gläubigern einen Zwangsausgleich abschließen.
"Durch die Umstrukturierung werden wir in der Lage sein, das Unternehmen über diese schwierigen Zeiten zu bringen. Dabei wird ein Großteil des Personals und der Niederlassungen erhalten", meint Dressen.
Gegenwärtig hat Vobitech Austria 18 Shops und beschäftigt über 150 Mitarbeiter. Der Umsatz des Jahres 2002 lag bei 62,4 Mio. Euro. Der Marktanteil bei PCs lag in diesem Zeitraum bei 6,1 Prozent des Gesamtmarkts, im Consumer-Bereich wesentlich höher.
