Hasbro klagt gegen "Ghettopoly"-Macher
Eine Adaption des populären Brettspiels Monopoly hat sich zum Online-Verkaufsschlager entwickelt.
"Ghettopoly" spielt im Gegensatz zum Original nicht in den Prunkstraßen teurer Städte, sondern im typischen Klischee eines US-Großstadtgettos.
Doch der Hersteller des Original-Monopoly-Spiels, Hasbro, versucht nun den Verkauf des Brettspiels mit einer Klage wegen Marken- und Urheberrechtsverletzung zu unterbinden.
Ghettopoly-Erfinder David Chang habe dem guten Ruf des Unternehmens irreparablen Schaden zugefügt, so der Vorwurf. "Das Spiel hat mit seinem oft anstößigen und rassistischen Inhalt eine wahre Welle der Entrüstung ausgelöst."
Der Klassiker Monopoly wurde erstmals 1935 auf den Markt gebracht und ist mittlerweile in 26 Sprachen in 80 verschiedenen Ländern weltweit erhältlich.
MonopolyWeitere Versionen in Planung
Der Erfinder des Spiels sieht die Vorwürfe naturgemäß anders. "Ist Jay Leno auch gleich ein Rassist, nur weil er Witze darüber macht, dass Asiaten Hunde essen?" verteidigt sich Chang.
Ghettopoly spiele nur mit den gängigen Klischees der urbanen US-Slums. So ist etwa auf den Ereigniskarten zu lesen: "Dir fehlt es an Geld, überfalle eine Bank" oder "Glückwunsch - Du hast deine ganze Nachbarschaft von Crack abhängig gemacht - kassiere 50 USD."
Die Spielfiguren kommen in Form eines Zuhälters, Marihuanablattes, Basketballs und einer Maschinenpistole.
Chang hat auch schon weitere Versionen ["Hoodopoly", "Hiphop-opoly", "Thugopoly'' und "Redneckopoly''] des Brettspiel-Klassikers in Planung.
Das Spiel ist in den USA in vielen Geschäften von Urban Outfitters und über das Internet für 30 USD zu haben. Bei der Online-Bestellung fallen jedoch noch saftige Versandspesen an. Derzeit ist das Spiel restlos ausverkauft.
Ghettopoly
