Fujitsu plant feindliche Übernahme
Japaner wollen französischen Konzern GFI
Der Siemens-Partner Fujitsu treibt seine feindliche Übernahme des französischen Softwarekonzerns GFI Informatique voran. Wie der
japanische Elektronikkonzern am Freitag mitteilte, hat er nun offiziell ein Angebot für GFI vorgelegt, das in den Konditionen exakt der Offerte im Volumen von 560 Millionen Dollar entspricht, die GFI bereits vor Wochen als zu niedrig bezeichnet hatte.
Handel an der Börse ausgesetzt
Das aktuelle Angebot entspricht einem achtprozentigen Abschlag auf den jüngsten Schlusskurs. Die Euronext-Börse teilte mit, der Handel mit GFI-Aktien sei nach Bekanntgabe der Offerte ausgesetzt worden und werde am Montag wieder aufgenommen.
Fujitsu hatte Anfang des Monats angekündigt, sein Europa-Geschäft mit einer Übernahme von GFI ausbauen zu wollen. Die GFI-Aktien legten daraufhin um 21 Prozent zu. Allerdings knüpfte das japanische Unternehmen ein Angebot an die Bedingung, dass GFI auf eine Kapitalerhöhung verzichtet, die von Investoren gefordert wird. Das ist nach Angaben von GFI geschehen.
Suche nach Alternativen
Am Donnerstag kündigte das französische Unternehmen jedoch an, nach Alternativen zu suchen, da das Angebot von Fujitsu nicht angemessen sei.
In Europa produziert Fujitsu bereits gemeinsam mit Siemens Computer. Das Gemeinschaftsunternehmen ist europäischer Marktführer. Fujitsu versorgt auch Unternehmen wie Sony mit Chips.
(Reuters)
