Verfolgte Jäger beim WLAN-Contest
Was wie ein ganz normaler WLAN-Contest angefangen hat, entpuppt sich als durchwegs doppelbödiges Projekt.
Die Freiwilligen, die mit Pioneer Scanning Units [GPS-System und Handheld-PC] bestückt durch Wien flanierten, lokalisierten zwar 2.831 verschiedene Wireless LANs, von denen 1.737 über keine WEP-Verschlüsselung verfügten. Das war freilich der eher nebensächliche Aspekt des Pioneer-Projekts der Künstlergruppe Machfeld
Die Jäger der ungesicherten Netze waren zugleich auch Verfolgte, aus ihren Weg-Zeit-Diagrammen wurde eine kollaborative Karte erstellt. Die Wege selbst wurden sodann mit aktuellen Ereignissen verknüpft - wer etwa zum Zeitpunkt eines Verbrechens oder Unfalls in dessen Nähe war.
"So werden die Teilnehmer des Warwalking-Contests zu exemplarischen Tätern stilisiert", schreiben die Veranstalter, zumal dieses Vorgehen "einer symbolischen Rasterfahndung" entspreche.
Das ProjektWorkshop Phantombildzeichnen
Bei der Präsentation der Ergebnisse im Freiraum des Quartiers 21 [MuseumsQuartier Wien] am 16. November werden die "War-Walker" in den Kategorien Gehorsam, Normalität, Zwang und Verweigerung ausgezeichnet.
Des Weiteren finden Workshops zu den Themen Funkstörung, Wireless Scanner und Phantombildzeichnen statt.
