MobilTel-Verzicht gut für TA-Aktie
Die Citygroup beurteilt den Rückzug der Telekom Austria [TA] aus dem Wettstreit um die bulgarische MobilTel positiv. Die TA hatte sich am Dienstag selbst aus dem Bieterverfahren zurückgezogen, da man nur an einer Mehrheitsbeteiligung interessiert sei.
Durch den Nichteinstieg erspare sich das Unternehmen rund 500 Mio. Euro und könne damit ein Aktienrückkaufprogramm im ersten Halbjahr 2004 finanzieren, heißt es in einer Analyse vom Mittwoch.
Als Reaktion wurde die TA-Aktie von der Citygroup von bisher "Sell" auf "Neutral" hochgestuft und das Kursziel von neun auf zehn Euro angehoben.
Beim Gewinn je Aktie zeigt sich das Institut hingegen zurückhaltend. Im laufenden Geschäftsjahr sei mit 18 [bisher: 44] Cent zu rechnen, für 2004 werden 33 [67] Cent und für 2005 schließlich 54 [80] Cent Gewinn je Aktie erwartet.
UBS erhöht Kursziel für TANegativen Kurseffekt abfangen
Durch den Kauf eigener Aktien könne viel vom negativen Kurseffekt aus der angekündigten Platzierung des 14,8-prozentigen Anteils durch die Telecom Italia abgefangen werden.
Die Citigroup-Analysten gehen davon aus, dass sich die Italiener im ersten Quartal 2004 von ihrer TA-Beteiligung trennen werden. Genau dann orten die Aktienexperten einen guten Einstiegszeitpunkt bei TA.
Die Bedingungen in der Telekom-Branche seien aber alles andere als freundlich. Der österreichische Marktführer müsse keine kurzfristigen Auswirkungen durch den verschärften Konkurrenzdruck von Tele2 und Hutchison befürchten, heißt es.
Die am 19. November anstehenden Zahlen zum dritten Quartal könnten eventuell sogar positiv überraschen. Während der Sommermonate hätten sich die Mitbewerber mit aggressiven Werbeprogrammen zurückgehalten und die TA daher den Marktanteil von 43,5 Prozent verteidigen können.
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