Bilanzmanipulation bei AT&T
Die US-Telekom-Firma AT&T hat wegen falsch verbuchter Verbindlichkeiten von 125 Mio. USD [107,5 Mio. Euro] in den Jahresabschlüssen für 2001 und 2002 vier Mitarbeiter entlassen.
Die Gewinne der beiden Jahre seien falsch ausgewiesen worden, weil zwei leitende Mitarbeiter die Kosten für Zugänge zu Netzen von Wettbewerbern falsch bewertet hätten, um eigene Fehler bei der Kalkulation zu vertuschen, sagte Finanzchef Tom Horton am Dienstag.
Die beiden Angestellten aus dem unteren und mittleren Management seien mitterweile entlassen worden, wie auch zwei Mitarbeiter der Revisionsabteilung, denen die Manipulation hätte auffallen müssen.
Das Ergebnis aus fortgeführter Tätigkeit sei daher 2002 um 45 Mio. USD zu hoch ausgewiesen worden, 2001 um 32 Mio. USD. AT&T habe daraufhin im dritten Quartal 2003 einen einmaligen Aufwand von 125 Mio. USD vor Steuern bzw. 77 Mio. USD nach Steuern gebucht.
Q3 2003: Gewinn- und Umsatzrückgang bei AT&TKontrollen umgangen
Besagte Mitarbeiter hätten in den beiden Vorjahren eingegangene Verbindlichkeiten um insgesamt 125 Mio. USD zu gering bewertet. Dabei seien interne Kontrollen umgangen worden.
Die Aktie von AT&T verlor am Dienstag in New York rund fünf Prozent, womit die Marktkapitalisierung des Telekom-Konzerns um fast eine Mrd. USD einbrach. Händler führten die Aversion der Anleger gegen jede Form von Bilanzunstimmigkeiten an.
