Die 20 größten Software-Sicherheitsrisiken
Immer öfter nutzen Bedrohungen von außen wie "Blaster", "Slammer" & Co Sicherheitslücken in Software, um ihre Schadensroutine zu verbreiten.
Dabei ist es meist eine kleine Anzahl längst bekannter Schwachstellen, die dabei verwendet werden.
Das National Infrastructure Protection Center [NIPC] des FBI hat nun zusammen mit dem "SysAdmin, Audit, Networking and Security Institute" [SANS] seine jährliche Top-20-Liste von Software veröffentlicht, die besonders anfällig für Angriffe ist.
Unterteilt in Listen für Windows und Unix liegt bei Windows der Internet Information Services [IIS] von Microsoft auf Platz eins, bei Unix gilt die Berkeley Internet Name Domain [BIND] als besonders riskant.
Seit drei Jahren werden die größten aktuellen Sicherheitsprobleme von SANS ermittelt. Die Liste der Top 20 umfasst die jeweils zehn häufigsten Sicherheitslücken aus dem Microsoft- sowie Unix-Umfeld.
Die Top 20Die Windows-Problemherde
Die Liste der Windows-Software mit den gefährlichsten Schwachstellen wird angeführt von den Internet Information Services [IIS], über die immer wieder Denial-of-service-Attacken durchgeführt werden.
An zweiter Stelle liegt Microsofts SQL Server [MSSQL], dessen Sicherheitslücken zuletzt vom "Slammer"-Wurm ausgenutzt wurden. Den dritten Platz belegt die Windows Authentication, über deren Lücken Angreifer Passwörter auslesen können.
Als potenziell problematisch werden aber auch der Internet Explorer und Outlook genannt. Wichtigste Empfehlung für vorbeugende Schutzmaßnahmen ist die Installation der jeweils aktuellen Patches für diese Programme.
Patches werden erst spät eingespielt
Nahezu täglich werden neue Schwachstellen in Software entdeckt.
Doch obwohl meist binnen kurzer Zeit ein entsprechender Patch
bereitgestellt wird, dauert es oft Monate, bis diese Security-Fixes
von den Administratoren auch eingespielt werden.
Lücken werden erst spät geschlossenLecks in der Unix-Welt
In der Unix-Welt wird den Schwachstellen im BIND-Paket, das dazu dient, Internet-Adressen mit den zugehörigen Zifferncodes im Domain Name System [DNS] abzugleichen, die höchste Dringlichkeit zugemessen.
Auch der unerlaubte Fernzugriff via Lücken in den Remote Procedure Calls [RPC] bereitet immer wieder Probleme.
An dritter Stelle werden Bugs im meistverbreiteten Web-Server Apache angeführt, und auch die Mail-Technik Sendmail sowie das Protokoll für sichere Kommunikation, Secure Shell [SSH], werden auf weiteren Plätzen gelistet.
Mängel in Open-Source-Software schneller behoben
Laut Experten werden Mängel in Open-Source-Programmen wie etwa
Linux wesentlich schneller verbessert als bei
Closed-Source-Projekten wie Windows. Grund dafür ist in erster Linie
die hohe Zahl der Benutzer, die entdeckte Fehler sofort an die hohe
Zahl an Programmierern zur Behebung weiterleitet.
Weniger Fehler in Open-Source-SoftwareListe der Ports
Am Ende des Dokuments werden noch die meistattackierten Ports angeführt, die Administratoren immer im Auge behalten sollten oder deren Blockade via Firewall empfohlen wird.
Das FBI will überforderten Systemadministratoren damit Anhaltspunkte geben, welche der vielen Sicherheitsprobleme am dringendsten gelöst werden müssen.
