22.10.2003

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Die 20 größten Software-Sicherheitsrisiken

Immer öfter nutzen Bedrohungen von außen wie "Blaster", "Slammer" & Co Sicherheitslücken in Software, um ihre Schadensroutine zu verbreiten.

Dabei ist es meist eine kleine Anzahl längst bekannter Schwachstellen, die dabei verwendet werden.

Das National Infrastructure Protection Center [NIPC] des FBI hat nun zusammen mit dem "SysAdmin, Audit, Networking and Security Institute" [SANS] seine jährliche Top-20-Liste von Software veröffentlicht, die besonders anfällig für Angriffe ist.

Unterteilt in Listen für Windows und Unix liegt bei Windows der Internet Information Services [IIS] von Microsoft auf Platz eins, bei Unix gilt die Berkeley Internet Name Domain [BIND] als besonders riskant.

Die Windows-Problemherde

Die Liste der Windows-Software mit den gefährlichsten Schwachstellen wird angeführt von den Internet Information Services [IIS], über die immer wieder Denial-of-service-Attacken durchgeführt werden.

An zweiter Stelle liegt Microsofts SQL Server [MSSQL], dessen Sicherheitslücken zuletzt vom "Slammer"-Wurm ausgenutzt wurden. Den dritten Platz belegt die Windows Authentication, über deren Lücken Angreifer Passwörter auslesen können.

Als potenziell problematisch werden aber auch der Internet Explorer und Outlook genannt. Wichtigste Empfehlung für vorbeugende Schutzmaßnahmen ist die Installation der jeweils aktuellen Patches für diese Programme.

Lecks in der Unix-Welt

In der Unix-Welt wird den Schwachstellen im BIND-Paket, das dazu dient, Internet-Adressen mit den zugehörigen Zifferncodes im Domain Name System [DNS] abzugleichen, die höchste Dringlichkeit zugemessen.

Auch der unerlaubte Fernzugriff via Lücken in den Remote Procedure Calls [RPC] bereitet immer wieder Probleme.

An dritter Stelle werden Bugs im meistverbreiteten Web-Server Apache angeführt, und auch die Mail-Technik Sendmail sowie das Protokoll für sichere Kommunikation, Secure Shell [SSH], werden auf weiteren Plätzen gelistet.

Liste der Ports

Am Ende des Dokuments werden noch die meistattackierten Ports angeführt, die Administratoren immer im Auge behalten sollten oder deren Blockade via Firewall empfohlen wird.

Das FBI will überforderten Systemadministratoren damit Anhaltspunkte geben, welche der vielen Sicherheitsprobleme am dringendsten gelöst werden müssen.