Keine Flaute bei Online-Werbung
Die krisengeschüttelte deutsche Werbewirtschaft erwartet auch 2004 keinen Aufwärtstrend. Einzige Ausnahme bleibt die Online-Werbung.
Von dem für die Gesamtwirtschaft im nächsten Jahr erwarteten konjunkturellen Aufschwung dürfte die Branche nach Angaben des Dachverbandes ZAW kaum profitieren. Nach zwei schwachen Jahren hatte die Werbewirtschaft 2003 bereits abgehakt und rechnet mit einem Rückgang der Einnahmen.
"Längste Rezessionsphase"
Die Talfahrt habe sich zwar in den vergangenen neun Monaten
verlangsamt, aber zum Jahresende sei ein Rückgang der Investitionen
in Werbung um 1,4 Prozent auf 29,2 Milliarden Euro zu erwarten,
teilte der ZAW in Berlin mit. Man spreche von der "längsten
Rezessionsphase in der deutschen Werbegeschichte".
Zentralverband der deutschen WerbewirtschaftVon stabilen Verhältnissen im Werbegeschäft der Medien insgesamt könne noch keine Rede sein, erklärte der ZAW. Eine Ausnahme bilde dabei jedoch das Internet, wo das Werbewachstum im laufenden Jahr auf mehr als 20 Prozent geschätzt werde. Das Internet werde seinen Marktanteil am Werbegeschäft auf zwei Prozent steigern und nach ZAW-Schätzung bis 2006 noch einmal auf fünf Prozent ausweiten.
Insgesamt rechnet der ZAW bei den Werbeträgern wie Zeitungen, Fernsehen und Hörfunk 2003 mit einem Umsatzminus der Netto-Werbeeinnahmen von zwei Prozent auf 19,7 Milliarden Euro. Im Vorjahr waren diese Einnahmen sogar um 7,5 Prozent eingebrochen und im Jahr 2001 um 7,2 Prozent.
