Lenovo mit Gewinnschub
Der chinesische PC-Hersteller Lenovo versiebenfacht dank einer Trendwende im US-Geschäft seinen Gewinn.
Der weltweit viertgrößte PC-Hersteller Lenovo hat im vergangenen Geschäftsjahr trotz der langwierigen Probleme mit der früheren IBM-Computersparte seinen Gewinn versiebenfacht.
Chinas Branchenprimus verdiente nach Angaben vom Mittwoch netto 161 Millionen Dollar (119,3 Mio. Euro) nach gut 22 Millionen im Vorjahr.
Trendwende bei US-Sparte
Allein zwischen Jänner und März machte Lenovo einen Nettogewinn von 60 Millionen Dollar. Hierzu trug vor allem eine Trendwende seiner US-Sparte bei.
Zu Jahresanfang verdrängte der taiwanesische Hersteller Acer Lenovo vom dritten Branchenplatz.
Preiskrieg mit Dell in China
Der chinesische Konzern hatte 2005 die PC-Sparte von IBM gekauft, die ihm vor allem in Japan und den USA Probleme bereitete. Der Absatz in seiner Heimat, nach den USA der weltgrößte Computermarkt, lief dagegen bisher gut.
In China beherrscht Lenovo zwei Drittel des Marktes - aber auch hier droht ein Preiskrieg mit dem US-Konzern Dell, der einen Frontalangriff mit Billig-PCs plant.
Lenovo ist eine von wenigen chinesischen Firmen, die eine globale Marke aufbauen wollen. Branchenexperten bemängeln hierbei jedoch unter anderem die geringe Auslandserfahrung und ein langweiliges Produktdesign.
17 Prozent mehr Computer verkauft
Seinen Umsatz steigerte Lenovo im gesamten Geschäftsjahr um zehn Prozent auf 14,6 Milliarden Dollar.
Zwischen Jänner und März verkaufte Lenovo rund 17 Prozent mehr Computer als ein Jahr zuvor und konnte damit über dem Branchenschnitt zulegen.
Im aktuellen Greenpeace-Ranking zum umweltbewussten Verhalten von Elektronik-Produzenten punktet der chinesische Hersteller Lenovo. Apple bleibt auf dem letzten Platz.
(APA | Reuters)
