Regierung rät, nicht auf DT zu warten
Eine Million deutsche Haushalte haben keinen Zugriff auf schnelles Internet. Die deutsche Regierung rät zur Eigeninitiative.
Knapp 700 Gemeinden in Deutschland sind bisher nicht mit schnellem Internet versorgt, wie aus der Antwort der deutschen Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion hervorgeht.
Warten auf den DSL-Anschluss der Deutschen Telekom [DT] empfiehlt die Regierung nicht: Das sei "in vielen Fällen nicht das geeignete Mittel".
"Hilfe zur Selbsthilfe"
Zudem würde eine flächendeckende Versorgung erhebliche Mehrkosten verursachen und sei von der DT derzeit auch nicht geplant.
Bisher nicht angeschlossenen Regionen empfahl die Bundesregierung "Hilfe zur Selbsthilfe". In vielen Fällen sei bei engagierter Zusammenarbeit von Kommunen und lokaler Wirtschaft auch kurzfristig eine Breitbandversorgung möglich.
Kabel- und Funktechnologien würden zudem rasant zulegen und seien "mittelfristig echte Alternativen", zitiert der deutsche Bundestag die Regierung.
Aus einer Eigeninitiative entstand auch die "ARGE Breitband Waldviertel", bei der die Gemeinden die notwendige Glasfaser einfach selbst verbuddelt haben.
(AFP)
