Aus Kostengründen ohne Kopierschutz
Die bei uns am 10. Oktober erschienene DVD zum zweiten Teil der Matrix-Trilogie bringt zwar alle Extras mit, die man von einer Kauf-DVD gewohnt ist, doch eines fehlt: der übliche Kopierschutz.
Experten vermuten dahinter einen ganz simplen ökonomischen Grund. "Blockbuster mit garantiert hohen Absatzzahlen bringen den Labels ohne Kopierschutz noch mehr Profit", so der Analyst Richard Doherty von der Envisioneering Group.
Durch den Verzicht auf die Macrovision-Technologie erspart sich Warner Home Video die Implementierungskosten von fünf US-Cent pro DVD.
Auch bei anderen lukrativen Einnahmequellen wie den Megasellern "Harry Potter" und "Herr der Ringe" wurde auf einen Kopierschutz verzichtet.
Diese Entscheidung steht in Kontrast zu den verschärften Sicherheitsmaßnahmen, die von der Filmindustrie unlängst angekündigt wurden. So soll die Oscar-Jury die zu bewertenden Filme ab sofort nicht mehr auf DVD bekommen, sondern nur im Kino ansehen können.
Keine Vorab-DVDs mehr für Oscar-JuryVivendi rüstet für die Zukunft
Gleichzeitig kündigte Vivendi Universal jedoch einen neuen Kopierschutz für seine Filme an. Künftig sollen die Inhalte mit digitalen Wasserzeichen versehen werden und so ein unerlaubtes Abspielen unmöglich machen.
Abspielgeräte sollen nur noch mit Authorisierung die Filme mit den unhörbar eingebetteten Audio-Wasserzeichen abspielen können. Doch erst wenn auch die Hardware entsprechend nachgerüstet ist, um die Wasserzeichen zu lesen, kann dieser Schutz seine Wirksamkeit entfalten.
Verantwortlich für die technische Umsetzung ist das US-Unternehmen Verance.
