Universal Music streicht wieder Stellen
Der Plattenkonzern Universal Music will Presseberichten zufolge wegen der Branchenkrise weitere 800 Stellen streichen.
Wie die Londoner "Financial Times" und die in Brüssel erscheinende Europaausgabe des "Wall Street Journal" am Donnerstag übereinstimmend berichteten, sollen einschließlich der bereits Ende vergangenen Jahres gestrichenen Arbeitsplätze 1.350 Stellen wegfallen.
Unter dem Strich soll die Tochterfirma des US-französischen Konzerns Vivendi Universal demnach Ende 2004 noch 10.850 Menschen beschäftigen, insgesamt elf Prozent weniger.
US-Preise gesenkt
Zur Begründung für den Stellenabbau führt das Unternehmen den
Berichten zufolge zunehmende Umsatzeinbußen durch Raubkopien vor
allem über das Internet an. Um die Verkäufe anzukurbeln, hatte
Universal Music zuletzt seine Verkaufspreise in den USA um bis zu
ein Drittel gesenkt.
Universal MusicDie meisten CDs sollen nunmehr 12,98 USD kosten. Die europäische Plattenindustrie setzt im Kampf gegen Piraterie dagegen derzeit nicht auf Preispolitik, sondern auf juristische Mittel und kostenpflichtige Online-Angebote.
