15.10.2003

LIBERTY VS MS

Angriff auf Microsoft-Passport beginnt

Nachdem man sich ein halbes Jahr lang absichtlich bedeckt gehalten hatte, wie einer der Sicherheits-Archtitekten des Projekts der fuzo am Wochenanfang erklärt hatte, geht die Liberty Alliance nun in die Offensive.

Gestern wurde offiziell mit der Zertifizierung von Produkten und Services begonnen, die den Standards des Konsortiums für eine so genannte "Federated Network Identity" genügen.

Dieses geplante System zur Online-Authentifizierung erlaubt etwa einheitliches Einloggen bei verschiedensten Websites und so genannte Micro-Payments für Einkäufe und Dienstleistungen sowie eine Fülle von weiteren Anwendungen im E-Commerce.

Das Zertifizierungs-Programm helfe Anbietern, Integratoren und Anwendern, die Interoperabilität zwischen Liberty-fähigen Lösungen zu garantieren, hieß es.

Offensive unter den Partnern

Michael Barrett, Präsident des Liberty Alliance Management Board und Vize-Präsident für Internetstrategien bei American Express, betonte die Notwendigkeit, die Komplexität des Systems noch zu reduzieren um zu einem "offenen, ausgereiften Industriestandard" zu gelangen.

Eine wachsende Nachfrage nach Konformität mit Liberty Alliance Standards konnte in zahlreichen branchenspezifischen Märkten konstatierte Roger Sullivan, Präsident und CEO von Phaos Technologies und Vorsitzender der Liberty-Arbeitsgruppe zum Thema Certification.