13.10.2003

POTENZIALE

Broschüre zu Mobilfunk-Risiken

Österreichische Experten warnen immer wieder vor den potenziellen gesundheitlichen Schäden durch die Strahlung von Handys und Mobilfunkmasten. Die Beschwerden sollen von Müdigkeit und Kopfschmerzen bis hin zu Gehirntumoren reichen.

Jetzt wurde "alles Wissenswerte rund um den Elektrosmog" in einer 48 Seiten starken Broschüre "Spannungsfeld Mobilfunk" zusammengefasst. Autoren waren "die umweltberatung" und die Organisation "Ärztinnen und Ärzte für eine gesunde Umwelt".

Die Schrift wurde am Montag bei einer Pressekonferenz in Wien präsentiert.

Zu wenig Forschung

Laut der Wiener Umweltanwaltschaft gibt es in Österreich rund 17.000 Mobilfunkanlagen, in Wien allein 2.500. Trotz "dieses Überflusses" sei sich die Bevölkerung über die Gefahren nicht bewusst, sagte der Wiener Umweltmediziner Hans-Peter Hutter. Die Leute würden dementsprechend sorglos mit der Mobilfunktechnik umgehen, erklärte der Experte.

Als Grund für den niedrigen Informationsstand nannte Hutter den Mangel an Studien über die Auswirkungen der Mobilkommunikation:

"Bei den Handys gibt es rund 100 Studien, wobei da auch amerikanische dabei sind, deren Technik nicht mehr mit der unseren vergleichbar ist." Bei den Basisstationen sehe es trist aus. "Da gibt es erst einen einzigen Zellversuch", sagte Hutter. Besonders die Auswirkungen auf Kinder, die bereits in jungen Jahren ein Mobiltelefon besitzen, seien zu wenig untersucht.

Die Experten forderten auch eine bessere Auszeichnung der Geräte, Informationssysteme für Antennenstandorte und Strahlungsemissionen sowie eine rechtliche Verpflichtung zur Anrainerinformation und Einbindung der Betroffenen bei der Anlagenerrichtung.